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04.09.2011
Ringen

300 Gramm verhindern möglichen Sieg beim Oberliga-Debüt

Eine Grundregel des Ringkampfsports ist die Einhaltung des exakten Gewichtslimit. Möglicherweise kosteten zum Auftakt der Oberligasaison der Weilimdorfer Ringer eben bescheidene 300 Gramm Körpergewicht wichtige Punkte gegen den Abstieg. In diesem Fall ging es um das Fliegengewicht mit 55 kg, das Khagani Abbasov nicht einhalten konnte.

Noch nie traten die Ringer der SGW in der Oberliga an, für die meisten Sportler, Helfer und Zuschauer daher eine echte Premiere. Als Gast durfte die Kampfgemeinschaft aus Baienfurt und Ravensburg begrüßt werden, die letzte Saison noch zwei Klassen über der SGW gerungen hatten, allerdings letztes Jahr aus der Regionalliga abstiegen. Ein Team im Umbruch also, dass im Vorfeld nur schwer einzuschätzen war. Insgesamt konnte die SGW nur vier der zehn Begegnungen in dem fairen und spannenden Kampf für sich entscheiden und somit war die 17:20-Niederlage am Ende nicht zu verhindern.

 

Die Kämpfe im Einzelnen: Im Fliegengewicht verpasste, wie schon erwähnt, Khagani Abbasov das Gewichtslimit. Da sein Gegner Lukas Buck noch Jugendlicher ist, durfte auch kein Freundschaftskampf stattfinden (ÜG 0:4).

Eine sensationelle Vorstellung dann im Schwergewicht von Andreas Werft gegen den stark eingeschätzten Pavel Burla. Durch einen taktisch cleveren Kampf und das optimale Ausnutzen seines Gewichtsvorteils gelang dem Weilimdorfer ein viel umjubelter 3:1-Rundensieg (PS 3:1, Zwischenstand 3:5).

Mit Spannung erwartet wurde der Kampf im Bantamgewicht (60 kg) im griechisch-römischen Stil. Hier hatte Tomasz Kierpiec seinen Bruder Marcin mitgebracht. Ein Zeichen dafür, dass sich der Pole in Weilimdorf rundum wohlfühlt, denn Tomasz könnte durchaus auch in höheren Ligen mitringen. Stilistisch erkannte der erfahrene Zuschauer sofort, dass der jüngere Bruder Marcin Kierpiec ebenfalls ähnliche Grifftechniken verwendet wie sein Bruder. Sein Gegenüber Angelo Hasel hatte nicht den Hauch einer Chance die deutliche Niederlage abzuwenden (TÜS 4:0, 7:5).

Im Halbschwergewicht konnte sich Behar Rohleder (SGW) nur in der ersten Runde gegen Marcel Bolduan durchsetzen, danach gewann der Gast durch seine ernorme Schnelligkeit die Oberhand (PN 1:3, 8:8).

In der Gewichtsklasse bis 66 kg im Freistil traf Feim Gashi gleich auf den Spitzenmann Georgios Savvoulidis, gegen den ihm wenig gelang. Allerdings stand er defensiv sehr gut, so dass er mannschaftsdienlich eine höhere Niederlage vermeiden konnte (PN 0:3, 8:11).

Auch nach der Pause war allen Beteiligten klar, dass der Kampf weiterhin spannend bleiben würde. In der Gewichtsklasse 84 kg griechisch-römisch hatte Markus Laible mit Vyacheslav Kolosov einen sehr starken Gegner, allerdings neutralisierten sich beide Kämpfer im Stand nahezu. In der Bodenlage gelangen dem Gast aber die entscheidenden Punkte (PN 0:3, 8:14).

Dann brachte Tomasz Kierpiec die Weilimdorfer in der Klasse bis 66 kg griechisch-römischer Stil wieder auf 12:14 heran. Gegen die unnachahmliche Grifftechnik des Polen sah Dariusz Jelen (Baienfurt/Ravensburg) keine Mittel und provozierte durch ständige Beinarbeit seine Disqualifikation bereits in der zweiten Runde. Schade für die Zuschauer, die gerne noch etwas mehr von Tomasz gesehen hätten (DQ 4:0, 12:14).

Dann ein Aufeinandertreffen zweier Routiniers mit Stefan Vogt und Gerhard Tenhündfeld in der Gewichtsklasse bis 84 kg Freistil. Ein spannender Kampf bei dem Stefan allerdings nur schwer mit den Größenvorteilen seines Gegners zurecht kam. Immerhin konnte er eine Runde für sich entscheiden (PN 1:3, 13:17).

Doch unserer Neuzugang Mark Bühler hielt die SGW weiter im Spiel. In der Gewichtsklasse bis 74 kg Freistil traf er auf den gleichaltrigen Christoph Dornfeld, den er bereits von gemeinsamen Turnierbesuchen kennt. Durch einen taktisch einwandfreien Kampf setzte er sich klar in drei Runden durch (PS 3:0 16:17).

Im letzten Kampf des Abends war also noch alles drin für die Weilimdorfer Ringer. Kevin Strecker traf auf Nico Trolsch in der Klasse bis 74 kg im griechisch-römischen Stil. Die erste Runde und damit der 17:17-Ausgleich ging an Kevin. Die zweite Runde konnte sich dagegen der Gast sichern. In der dritten Runde sah Kevin schon wie der sichere Sieger aus, doch ein Punktverlust in der buchstäblich letzten Sekunde läutete dann die Punktniederlage und damit den Sieg für die KG Baienfurt/Ravensburg ein (PN 1:3, Endstand 17:20).

 

Was bleibt Positives aus dem Kampf mitzunehmen? Zum einen natürlich, dass sich die Weilimdorfer auch in der Oberliga nicht zu verstecken brauchen und dass sie in der Lage sind gegen jeden Gegner einen ordentlichen Kampf hinzulegen. Erfreulich ist außerdem die Bilanz der Neuzugänge, die in dieser Form echte Verstärkungen sind. Sowohl Mark Bühler als auch Marcin Kierpiec konnten ihre Kämpfe souverän für sich entscheiden. Ebenfalls positiv waren das hohe Zuschauerinteresse, trotz der Sommerferien, und die gute Stimmung in der Halle.

 

Am kommenden Samstag treten die Weilimdorfer Ringer auswärts gegen den TSV Herbrechtingen an und zwar sowohl mit der ersten als auch mit der zweiten Mannschaft. Kampfbeginn ist um 17:30 Uhr bzw. 19:30 Uhr im Sportzentrum Bibris. In der darauffolgenden Woche am 17. September findet der nächste Heimkampf in der Weilimdorfer Lindenbachhalle statt. Der Gegner um 19:30 Uhr wird der AB Aichhalden sein. Die ebenfalls für diesen Tag als Vorkampf geplante Begegnung zwischen der SGW II und dem ASV Bellenberg entfällt, da Bellenberg seine Mannschaft aus der Landesklasse zurückgezogen hat.