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07.11.2012
Ringen

Ein Stein löst eine Lawine aus!

Beim vorletzten Heimkampf wurde wie immer ein Heimkampf-Flyer in der Halle verteilt. Auch dieses Mal gab es wieder einen Text in der Rubrik „Frauen am Mattenrand“, in der Ringerfrauen und Ringermütter ihre Geschichten rund um die sportlichen Aktivitäten Ihrer Männer (meistens mit einem Augenzwinkern) erzählen. In dieser Ausgabe des Flyers stammte der Text von Tanja Frömel-Lazogianis, die Mutter unserer Nachwuchsringer Lucas und David. Darin ist beschrieben wie David als „Frühchen“ zur Welt kommt und es durch den Ringkampfsport schafft seinen Körper nach und nach weiter zu trainieren bis er schließlich letztes Jahr seinen ersten Turniersieg holt!

Ein paar Leute wurden auf diese Geschichte aufmerksam, unter anderem veröffentlichte Roland Droll als Pressereferent den Text auf der Homepage des Württembergischen Ringerverbands. Und damit kam die Lawine erst richtig ins Rollen: Inzwischen startete das HD VideoTeam Bayern mit dem SWR und KiKa (Kinderkanal) die Vorbereitungen für das Projekt "Reportage über einen ganz besonderen Kämpfer". Beim nächsten Heimkampf am 03.11.2012 wird es ein erstes Kennenlerngespräch mit David geben und evtl. erste Aufnahmen gemacht. Die Dreharbeiten werden sich bis mindestens Herbst 2013 strecken, da David über einen Zeitraum von ca. 1 Jahr mit der Kamera "begleitet" werden soll…

Wir sind auf jeden Fall gespannt auf das Ergebnis!

 

Wer die Geschichte noch nicht kennt, hier noch mal der Originaltext:

„Unser Sohn David sollte eigentlich ein Aprilscherz werden. Aber da er es schon immer ganz besonders eilig hatte und auf gar keinen Fall etwas verpassen wollte, kam er bereits am 24.12.2003 – 14 Wochen zu früh – als Christkindle auf die Welt. Eine handvoll Mensch, weniger als 1 kg schwer, war er aber schon von der ersten Minute an ein ausdauernder und tapferer kleiner Kämpfer.

 

Seine ersten viereinhalb Lebensmonate verbrachte er im Olgäle, davon die meiste Zeit auf der Intensivstation. Seine Lunge wurde durch die fast 4-wöchige Beatmungszeit stark geschädigt, und als wir ihn Anfang Mai 2004 endlich mit nach Hause nehmen durften, brauchte er noch Sauerstoff und war an einen Monitor angeschlossen.

 

Wir wussten zu diesem Zeitpunkt noch nicht, was die Zukunft bringen und wie sich der kleine Kerl entwickeln wird, aber eins war schon damals glasklar: DAVID IST EIN ECHTER SONNENSCHEIN. Immer ein Lachen im Gesicht und die pure Lebensfreude! Und auch Zuhause kämpfte er sich weiter tapfer durch alle Widrigkeiten.

 

Entgegen aller Prognosen ersparte er sich und uns weitere Krankenhausaufenthalte. Und all die motorischen Meilensteine wie Drehen, Sitzen, Krabbeln und Laufen lernte er zwar ziemlich spät, aber mit einer unglaublichen Zähigkeit die uns immer wieder aufs Neue erstaunte.

 

Sein allergrößtes Vorbild und der Hauptantrieb war natürlich von Anfang an sein großer Bruder LUCAS. Und so war für unseren David auch glasklar, dass er mit 6 Jahren – wie sein großer Bruder – ins Ringen gehen musste. Da gab’s überhaupt nichts daran zu rütteln. Viele Leute aus unserem Umfeld haben uns damals ziemlich schief angeschaut – „so ein lungenkrankes Frühchen zum harten Ringkampf- Training schicken…die Eltern haben wohl nicht alle Tassen im Schrank….“ Aber wie gesagt, wir hatten keine Wahl. Wenn der David sich was in den Kopf gesetzt hat, dann wird das auch durchgesetzt! Und auch beim Ringen war er wieder ein richtig toller kleiner Kämpfer. Trotz seiner Handicaps (motorisch wie auch von der Lunge her) hat er sich durchgebissen und konnte nach einem Jahr schon recht gut mit den anderen mithalten. Dabei hatten natürlich die tollen Jugend-Trainer, aber auch die anderen Kinder im Training einen großen Anteil.

 

Letztes Jahr im Herbst hatten wir dann den alljährlichen Check im Olgäle in der Lungenabteilung. David musste wie immer seinen Oberkörper freimachen. Der Arzt schaut ihn an, dreht ihn, schaut ihn wieder an, schüttelt den Kopf, wundert sich und fragt: „Sag mal, David, was treibst du denn für einen Sport?“. Der kleine Kerl ganz stolz: „Ich geh ins Ringen!!“ Der Arzt war ziemlich erstaunt, fand es aber total klasse. Er hat gemeint, dass er noch selten ein Kind mit dieser Vorgeschichte gesehen hat, das so eine super Oberkörpermuskulatur und Haltung hat. Und wir sollten ihn unbedingt weiter zu diesem tollen und absolut empfehlenswerten Ringertraining schicken. Die vom Olgäle geplanten Maßnahmen wie Krankengymnastik etc. wurden somit erst einmal gestrichen.

 

Und so hat unser kleiner Sohn letztes Jahr im November beim Anfängerturnier für Jugendringer in Schlichten teilgenommen und prompt die Goldmedaille gewonnen. Kein Mensch kann sich vorstellen, wie unheimlich stolz wir alle auf ihn waren.“