Der Straßenverkehr zwischen Königbronn und Stuttgart raubte den Gästeringern schon vor Beginn der Kämpfe jegliche Siegchancen. Da ihr Stammringer im Halbschwergewicht im Stau stand, konnte er nicht rechtzeitig zum Abwiegen erscheinen. Da die KG Königsbronn/Amstetten zudem keinen Schwergewichtsringer stellen konnte, stand der Sieg der SGW bereits von vorneherein fest, da mindestens 9 Ringer aufgestellt werden müssen. Das merkte man auch der Konzentration der Ringer im anschließenden Freundschaftskampf zum Teil an, und auch trotz zahlreicher Zuschauer in der Weilimdorfer Wolfbuschhalle wollte keine richtig spannende Stimmung aufkommen. Am Ende siegte die SG Weilimdorf auf der Matte mit 27:13 Punkten.
Die Kämpfe bis zur Pause waren recht schnell vorbei. Im Fliegengewicht konnte Vadim Kozanov nicht viel gegen den Routinier Sahin Tasdelen ausrichten. Er konnte ihn zwar in einer Situation in Bedrängnis bringen, doch am Ende verlor er mit technischer Überlegenheit (TÜN 0:4).
Im Schwergewicht gingen die Punkte kampflos an Halil Eser (OG 4:0, 4:4).
Bis 60 kg fand Stefan Stiber keine Mittel gegen Vural Sütcü und gab drei Runden zu viele technische Wertungspunkte ab (TÜN 0:4, 4:8).
Ebenfalls kampflos der Einsatz von Behar Rohleder (OG 4:0, 8:8).
Wieder einmal einen tollen Auftritt gelang Feim Gashi gegen Andreas Eng im freien Stil bis 66 kg. Die Angriffe von Feim kamen für den Gästeringer - für irgendeine Form von Abwehr - einfach zu schnell. Damit also wieder eine Führung für die SGW (TÜS 4:0, 12:8) zur Pause.
Bis 84 kg im griechisch-römischen Stil verteidigte Michael Berner bravourös gegen den körperlich stärkeren Klaus Janitschek (Königsbronn). Lediglich ein Durchdreher gelang dem Gästeringer in drei Runden (PN 0:3, 12:11).
Tomasz Kierpiec hatte dagegen keinerlei Probleme gegen Alexander Kuhn und schulterte den Nachwuchsmann der Gastmannschaft bereits in der ersten Runde (SS 4:0, 16:11).
Danach rieb sich manch ein Zuschauer verwundert die Augen ob der spektakulären Beinangriffe, die der Griechisch-Römisch-Mann Markus Laible auf die Matte zauberte. In der zweiten Runde gelang ihm gegen Armin Ott sogar ein Schultersieg (SS 4:0, 20:11).
Stefan Vogt traf dann in der Klasse bis 74 kg im Freistil auf Michael Janitschek und damit auf einen ebenbürtigen Gegner. Durch eine konzentrierte Ringweise gelang ihm eine 2-Runden-Führung, allerdings verpasste er es im dritten Durchgang den Sack zuzumachen. Somit kam der Gästeringer noch einmal auf 2:2 heran, doch Stefan mobilisierte noch einmal alle Kräfte und holte die entscheidende Runde (PS 3:2, 23:13).
Im letzten Kampf wollte Kevin Strecker sein Können gegen Simon Dingler zeigen, was ihm auch eindrucksvoll gelang. In allen drei Runden gelang ihm ein erfolgreicher verkehrter Ausheber, einmal sogar mit einer 5er-Wertung. Mit 23 Wertungspunkten ließ er keinen Zweifel an seiner technischen Überlegenheit (TÜS 4:0, Endstand 27:13).
Erfreulich auch der Auswärtsauftritt der SGW II gegen die KVA Remseck II in Aldingen. Durch einen 28:17-Erfolg bleibt das Reserveteam weiterhin Spitzenreiter mit deutlichem Vorsprung. Eine doppelte Meisterschaftsfeier wie damals im Jahre 2004 scheint also auch dieses Jahr wieder möglich, doch bis dahin ist es noch ein weiter Weg. Für die SGW II im Einsatz waren: Kevin Fauser (60 kg), Philipp Ilzhöfer (66), Björn Hinrichsen, Daniel Vogt (beide 74), Stephan Pfaffinger (84), Daniel Möbius (96) und Max Hubl (120).
Nächsten Samstag muss die erste Mannschaft zum Auswärtskampf zur TSG Nattheim reisen, die zweite Mannschaft ringt ebenfalls auswärts beim SC Korb II.


