Am vergangenen Wochenende kämpften die Landes-Mannschaftsmeister aus ganz Deutschland in Sulgen im Schwarzwald um den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters. Und auch die SG Weilimdorf war als Württembergischer Titelträger mit einem 15-köpfigen Team angereist. Nach dem Wiegen und der Auslosung am Freitagabend war klar, dass die Nordstuttgarter an diesem Tag nicht mehr kämpfen würden, da man als Neunter im Neunerpool mit einem Freilos startet.
Am Samstagmorgen mussten sich die Wölfe dann mit dem ASV Hof auseinandersetzen. Die Bayern waren seitens der Weilimdorfer im Vorfeld als starker und kaum zu bezwingender Gegner eingestuft worden. Doch bereits in diesem Kampf lief alles optimal für die Schwaben. Mit Paul Laible, Felix Bohn, Lukas Laible, Florian Bohn und Kerim Gümüssu konnten sich alle Ringer mit Siegchancen die vollen 4 Mannschaftspunkte erkämpfen. Zudem rang Luka Wendland mit 4 zu 14 dem Gegner eine 0:3-Punktniederlage ab. Damit fielen die Schulter- und TÜ-Niederlagen von Leon Dolinger, Florian Schuster, Dominik Hartmann und Adony Teages nicht mehr ins Gewicht und am Ende stand es 20:19 für Weilimdorf. Eine Riesenüberraschung.
Als nächster Gegner stand mit der AB Aichhalden der zweite Württembergische Teilnehmer und damit ein machbarer Gegner auf dem Kampfplan, zumal die Schwarzwälder durch eine kurzfristige Erkrankung eines ihrer Spitzentalente merklich geschwächt auf die Matte kamen. Am Ende konnten zusätzlich zu den Siegern aus dem vorherigen Kampf Dominik seinen Gegner auf die Schultern zwingen. Damit standen die Wölfe trotz der Niederlagen von Anton Buchholz, David Lazogianis, Luka und Adony als 24 zu 16 Sieger fest.
Der nächste Prüfstein für die Nordstuttgarter hieß ASV Ladenburg.
Hier stellten die Weilimdorfer Betreuer nicht weniger als 5 Gewichtsklassen oder Stilarten in der Mannschaft um, da der Nordbadische Meister in einigen Gewichtsklassen über Top-Ringer verfügt, die den Weilimdorfer Punktelieferanten hätten einen Strich durch die Rechnung machen können. Doch wieder einmal zahlte sich die ausgiebige Analyse der gegnerischen Mannschaften im Vorfeld aus. Man gewann den Aufstellungspoker und brachte mit TÜ- und Schultersiegen von Felix, Paul, Lukas, Florian B. und Dominik Hartmann erneut 20 Punkte nach Hause. Zudem erkämpften Kerim und Luka Punktniederlagen, so dass die Weilimdorfer trotz der 4-Punkte-Niederlagen von Jan Renaux und Florian S. mit 20:16 den dritten Sieg feiern konnten. Damit standen die Wölfe als Pooldritte fest.
Der nächste Gegner, der KV Riegelsberg, war nun doch einen Nummer zu groß. Nur Florian B. konnte volle 4 Punkte erringen, ergänzt durch jeweils 2 Punkte von Lukas und Felix kamen die Wölfe nicht über eine 8:28 Niederlage hinaus.
Im letzten Poolkampf gegen das Top-Team vom KSV Neuss wurde die Mannschaft noch einmal umgestellt. So kamen Mattwey Stoliar, Anton und Tyrel Roderer in die Mannschaft und ermöglichten ihren Kameraden, sich vor dem letzten Kampf noch einmal zu schonen. So konnte in diesem Kampf nur Paul seinen Gegner auf Schulter besiegen, was am Ende zu einer 4:36 Niederlage der Weilimdorfer führte.
Im Finalkampf um Platz 5 musste sich der Württembergische Meister den Ringern der SV Luftfahrt Berlin stellen. Und auch die Kämpfer aus der Hauptstatt waren für den SG-Nachwuchs nicht zu bezwingen. Zwar konnten Paul, Lukas und Florian ihre Gegner auf die Schultern zwingen und Kerim erkämpfte einen tollen 10:9 Punktsieg, aber insgesamt setzten sich die Berliner mit 13 zu 24 gegen erschöpfte Weilimdorfer durch.
Ungeachtet dessen ist der sechste Platz unter den besten Mannschaften der Republik ein unglaublicher Erfolg. Bis vor 3 Jahren hatte sich noch nie ein Team der Weilimdorfer Ringer für die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften qualifiziert und nun ein Pokal. Einfach Wahnsinn, was die Jungen Wölfe hier geleistet haben. Gratulation und ganz großen Respekt!


