Nach einem souveränen Heimsieg der zweiten Mannschaft der SG Weilimdorf gegen den KSV Neckarweihingen II steht der Meister der diesjährigen Bezirksligasaison fest. Das erfolgreiche Team aus erfahrenen Ringern und talentierten Jugendlichen war in dieser Runde kaum zu schlagen und setzte gegen den Tabellenzweiten aus Ludwigsburg noch einmal ein deutliches Ausrufezeichen. Das Endergebnis auf der Matte lautete 34:12.
Im Fliegengewicht waren beide Teams unbesetzt, im Bantamgewicht wurde Kevin Fauser für sein „Gewichtmachen“ unter der Woche mit 4 Punkten belohnt, auch hier konnte Neckarweihingen keinen Gegner stellen.
Bis 66 kg siegte Philipp Ilzhöfer im griechisch-römischen Stil gegen Benedikt Glock, im Rückkampf im freien Stil ging ihm bei eigener Führer allerdings ein wenig die Luft aus, so dass er diesen Kampf noch verlor.
Daniel Vogt bewies in dieser Saison, dass er eine wichtige Stütze für die zweite Mannschaft ist, die lange Wettkampfunterbrechung merkt man ihm so gut wie nicht an. Auch an diesem Abend besiegte er Janic Carmona deutlich per Schultersieg. Leider verletzte sich der Gästeringer bei dieser Aktion, wir wünschen ihm auf diesem Wege gute Besserung! Im Rückkampf holte Björn Hinrichsen die Punkte kampflos in dieser Gewichtsklasse.
Einen tollen Kampf zeigte Stephan Pfaffinger nach seiner Verletzungspause gegen Steffen Hainle. Bei einer Kampfzeit unter drei Minuten holte er genügend Wertungen für einen technischen Überlegenheitssieg. Nach der Pause wurde in dieser Gewichtsklasse (84 kg Freistil) Fabian Cipriano gegen Hainle eingesetzt und der Weilimdorfer brachte seinen Kontrahenten kurz vor eine Schulterniederlage, doch dieser konnte kontern und gewann am Ende noch.
Im Halbschwergewicht holte sich Daniel Möbius clever die Punkte gegen Calvin Fingerle. Im zweiten Kampf gab Daniel auf, da er später noch für die erste Mannschaft im Einsatz sein sollte, und sich daher schonen wollte.
Im Schwergewicht begann der Kampf für Max Hubl mit einer Rundenniederlage gegen Christian Müller, danach kam Max immer besser in den Kampf und holte sich dank seiner enormen Willenskraft die restlichen Runden. Zum zweiten Kampf trat sein Gegenüber dann verletzungsbedingt nicht mehr an.
Meister der Bezirksliga 2010: SG Weilimdorf II
Durch diesen Sieg steht die SGW II uneinholbar als Tabellenführer fest und wird somit in der kommenden Saison in der Landesklasse antreten. Ein toller Erfolg für die Jungs, die sich von den Fans in der Halle feiern ließen.
Wer die erfolgreichen Ringer noch einmal in Aktion sehen möchte, hat in diesem Jahr noch eine Gelegenheit dazu. Am Samstag 18. Dezember treten sie zum letzten Heimkampf gegen die KVA Remseck II in der Lindenbachhalle an, Kampfbeginn ist bereits um 16 Uhr.
Und auch die erste Mannschaft hatte Grund zum Jubel - dank Michael Berner!
Im Vorfeld wurde lange über die beste Aufstellung gegen die starken Gäste aus Neckarweihingen diskutiert, schließlich wusste man in welchen Gewichtsklassen die stärkste Besetzung zu erwarten war. Im Bantamgewicht wurde Vadim Kozanov eingesetzt, dafür rückte Stefan Stiber ins Leichtgewicht auf. Feim Gashi rückte ebenfalls auf in die Klasse bis 74 kg und Stefan Vogt kam demzufolge bis 84 kg zum Einsatz. Diese Taktik ging nur zum Teil auf, da Neckarweihingen ebenfalls umstellte und beispielsweise ihren Spitzenmann Safet Ferad ebenfalls bis 74 kg einsetzte.
Ein weiteres Problem galt es im Schwergewicht zu lösen, nachdem klar wurde, dass Halil Eser nicht rechtzeitig zum Abwiegen eintreffen würde. Man entschied sich für Daniel Möbius, auf dessen Punkte man in der der zweiten Mannschaft verzichten konnte. Mit dieser Aufstellung hatte die SGW ein glückliches Händchen, denn im Schwergewicht konnte der Gast keinen Gegner stellen.
Die Anspannung im Team der Weilimdorfer war aber aufgrund der nicht geglückten taktischen Umstellung deutlich, doch am Ende siegte der Weilimdorfer Tabellenführer mit 24:13, wobei Michael Berner zum überraschenden Matchwinner wurde.
Die Auftaktkämpfe verliefen aus Sicht der Weilimdorfer nach Plan. Im Fliegengewicht setzte sich Krzysztof Mudrecki gegen Nachwuchsringer Maximilian Schroth mit technischer Überlegenheit durch (TÜS 4:0).
Im Schwergewicht holte Daniel Möbius die Punkte wie erwähnt kampflos (OG 4:0, 8:0).
Nicht zu schlagen ist in dieser Saison der Gästeringer Johann Penner, der auch gegen Vadim Kozanov kurzen Prozess machte (SN 0:4, 8:4).
Danach konnte Behar Rohleder gegen Michael Acman den alten Vorsprung aber wieder erkämpfen. Ohne Probleme holte er Wertung um Wertung und siegte durch technische Überlegenheit (TÜS 4:0, 12:4).
In der Klasse bis 66 kg im griechisch-römischen Stil erwartete die Zuschauer dann ein Kampf der Spitzenringer Tomasz Kierpiec gegen den ehemaligen Weilimdorfer Neculai Mihai. Die beiden Kämpfer schenkten sich nichts und ließen im Standkampf keine Wertungen zu. Somit musste in allen Runden die Unterlage entscheiden, wobei es hier Neculai Mihai dreimal nicht gelang gegen den Weilimdorfer zu punkten. Nach der Regelauslegung bedeutete dies einen 1:0-Punktsieg für Tomasz (PS 1:0, 13:4).
Trotz der komfortablen Führung zur Pause blieb der Kampf weiter spannend. In der Klasse bis 84 kg wurde von Stefan Vogt alles abverlangt. Die ersten beiden Runden konnte er noch gegen Philipp Bühler gewinnen, danach kam der Gästeringer aber besser in den Kampf und glich noch aus. In der spannenden letzten Runde konnte Stefan das Blatt aber noch zu seinen Gunsten wenden und unter dem Jubel der Zuschauer den Sieg einfahren (PS 3:2, 16:6).
Es folgte Stefan Stiber (SGW) gegen Marcel Jung (Neckarweihingen) in der Klasse bis 66 kg im freien Stil. Stefan konnte hier gegen den Gast keine Wertung erzielen und musste die Runden jeweils knapp abgeben (PN 0:3, 16:9).
Dann kam der Auftritt von Michael Berner gegen Roman Biskupek, der ebenfalls schon in Weilimdorfer Diensten war. Michael hielt die ersten beiden Runden klasse dagegen und musste die Runden nur knapp abgeben. In der dritten Runde witterte er dann seine Chance: nach einem Durchdreher des Neckarweihingers konnte er kontern und seinen Gegner sensationell schultern (SS 4:0, 20:9). Die Halle bebte natürlich in diesem Moment, bedeutete dieser Sieg ja auch gleichzeitig den Mannschaftserfolg und damit die Tabellenführung in der Verbandsliga.
Danach setzte Kevin Strecker gegen Holger Hainle noch einen drauf. Gegen die verkehrten Ausheber hatte der Gästeringer keine Chance und so siegte Kevin deutlich durch technische Überlegenheit (TÜS 4:0, 24:9).
Im letzten Kampf des Abends konnte der Gast das Ergebnis aus seiner Sicht noch etwas schöner gestalten. Der Freistilspezialist Safet Ferad setzte sich durch technische Überlegenheit gegen Feim Gashi durch (TÜN 0:4, 24:13).
Bisher stehen die Zeichen damit klar auf Aufstieg in die Oberliga, doch zuvor steht noch am kommenden Samstag ein schwerer Auswärtskampf gegen die KG Königsbronn/Amstetten an. Am 18. Dezember ist dann der letzte Kampf in der heimischen Lindenbachhalle gegen die TSG Nattheim, dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Im Anschluss an den Kampf wird es eine große Saisonabschlussfeier geben und wer weiß… vielleicht kann es ja eine doppelte Meisterschaftsfeier werden.


