AB Aichhalden – SGW 20:17
Die Weilimdorfer Oberliga-Ringer durften am Samstag zu den heimstarken Ringern nach Aichhalden. Man rechnete sich eine kleine Chance aus, den Kampf bei den Schwarzwäldern zu gewinnen. Doch die Kalkulation ging nicht ganz auf. Mit einer knappen 20:17-Niederlage verloren die SG-Ringer die Begegnung. Mancher Kampf wäre wohl zugunsten der Weilimdorfer ausgefallen, wäre da nicht der dritte Mann auf der Matte gewesen und das bisschen Biss vermissten die mitgereisten Fans auch bei manchen SGlern.
Die Kämpfe:
bis 55 kg, Freistil: Dean Peev gegen Catalin Vitel. Peev (AB Aichhalden) war unserem Catalin an Stärke und Kraft überlegen. Trotzdem gab Catalin nie auf und versuchte in der dritten Runde sein Heil mit einem gewagten Griff, der aber zu seiner Schulterniederlage führte. Stand 4:0
bis 120 kg, gr.--römisch: Dominik Pfeifer gegen Andreas Werft. Andreas hatte seinen Gegner voll im Griff. Doch geschwächt durch eine Grippe musste er mit seiner Kondition haushalten. Alle drei Runden gingen an den Weilimdorfer zu einem ungefährdeten Punktsieg. Stand 4:3
bis 60 kg gr.-römisch: Uwe Schulian gegen Paul Heiderich. Dieser Kampf wurde durch den dritten Mann auf der Matte entschieden. Der Schreiber dieser Zeilen nimmt die Entscheidungen der Kampfrichter eigentlich immer an. Dass aber ein Ringer, der sich nur passiv verhält, dann am Schluss auch noch dafür belohnt wird, entgeht der Sichtweise für den Ringkampfsport. Die ersten beiden Runden durfte Schulian sich mit je 1:0 Punkten durch Kampfrichterentscheid für sich buchen. In Runde drei probierte Paul noch einmal alles, gab aber dann doch unnötige Punkte ab. Stand 7:3
Bis 96 kg Freistil: Andreas Trost gegen Behar Rohleder. Das war nicht der Abend von Behar. Die Weilimdorfer hätten den Punkteabstand verkürzen können. Aber Behar verlor seine drei Runden nach Punkten mit 1:0, 1:0 und 4:0. Technisch war Behar überlegen, konnte diese gegen den konditionell sehr starken Trost nicht umsetzen. Stand 10:3
66 kg Freistil: Stefan Brugger gegen Feim Gashi. 2:0, 0:1, 1:1, 1:5 und 1:2 endete die fünf Runden. Hier vermisste man auf Weilimdorfer Seite die nicht gewährten Punkte in Runde 1 und 3. Obwohl auch hier wieder von Brugger sehr passiv gerungen wurde, gab der der Unparteiische keine Verwarnungen. Der Kampf endete dann mit 2:3 für Gashi. Stand: 12:6
84 kg gr.-römisch: Bernd King gegen Kevin Strecker. Was Kraft und Kondition alles bewerkstelligen kann, sah man in dieser Begegnung. Nur eine einzige richtige Griffhandlung reichte King für seinen Überlegenheitssieg. Alle anderen Punkte bekam er „nur“ dafür, dass er Kevin aus der Kampfzone brachte. Stand 16:6
66 kg gr.-römisch: Lorenz Brüstle gegen Tomasz Kierpiec. Tomasz ist halt ein glänzender Techniker und konditionell auch noch gut drauf. Mit 0:7, 0:1 und
0:3 Punkten gewann er alle drei Runden und brachte damit 4 Punkte auf die Weilimdorfer Seite. Stand 16:10
84 kg Freistil: Stefan Dieterle gegen Markus Laible. Ja der Markus hat es halt noch drauf. Obwohl bereits mit 5:0 Punkten im Rückstand, lies er sich im Hexenkessel von Aichhalden nicht aus der Ruhe bringen. Als Zuschauer hatte man das Gefühl, dass Markus seinen Gegner nur studieren wollte. Dieses Studium absolvierte er auch mit der Note 1,0. Bereits nach 90 Sekunden stand er als Schultersieger auf der Matte. Stand 16:14
74 kg Freistil: Daniel Eberhardt gegen Mark Bühler. Immer, wenn man es erzwingen will, geht es schief. So auch der Kampf von Mark. Beim Stand von 16:14 für Aichhalden, musste er unbedingt punkten. Verbissen, aber nicht erfolgreich musste er nach drei Runden eine Punktniederlage hinnehmen. Stand 19:14.
Somit war der Kampf für Aichhalden schon gewonnen, da es maximal 4 Punkte für einen Sieg geben kann.
Im letzten Kampf standen sich dann in der Klasse 74 kg gr.-römisch Andreas Keller und Stefan Vogt auf der Matte gegenüber. Man kann es nicht Freundschaft nennen, aber durch zahlreiche Begegnungen hatten beide Ringer Achtung voneinander. Keller, beflügelt durch den Sieg seiner Mannschaft, wollte das Ergebnis noch verbessern. Stefan zeigte aber den Kampfeswillen, der benötigt wird, um einen gleichwertigen Ringer besiegen zu können. 2:0, 0:2, 0:1 und 0:1 endete die vier Runden. Damit endete diese Begegnung mit 1:3 Punkten für Stefan.
Endstand: 20:17.


