Die Weilimdorfer Ringer haben den größten Erfolg in ihrer Vereinsgeschichte perfekt gemacht – den Aufstieg in die Oberliga! Allerdings stand das Ganze schon einen Tag früher fest als geplant, denn bereits am Freitagabend verlor der Zweitplazierte SV Dürbheim in Neckarweihingen und konnte somit nicht mehr an der SGW vorbeiziehen. Obwohl es also am Samstagabend kein spannendes Finale mehr wurde, zeigten die Weilimdorfer gegen die TSG Nattheim trotzdem wieder einen schönen Heimkampf in der rammelvollen Lindenbachhalle mit tollen Ringkämpfen. Auch die Nattheimer brachten erneut zahlreiche Fans mit, so dass noch einmal eine super Stimmung in der Halle aufkam. Im Anschluss an die Kämpfe fand die offizielle Siegerehrung der ersten und zweiten Mannschaft statt und danach wurde als Saisonabschluss noch ordentlich gefeiert!
Die Aufstellung wurde im Vergleich zur Niederlage in Königsbronn auf drei Positionen verändert: im Schwergewicht kam Halil Eser zum Zug, Stephan Pfaffinger wurde in der Klasse bis 74 kg eingesetzt, während Stefan Vogt wieder in die Klasse bis 84 kg aufrückte.
Im Fliegengewicht zeigte Krzysztof Mudrecki (SGW) seinem über 20 Jahre jüngeren Kontrahenten Matthias Majer von Beginn an, wer Chef auf der Matte ist. Er besiegte den Nattheimer klar in drei Runden (PS 3:0).
Wie schon im Hinkampf kam es im Schwergewicht zum Aufeinandertreffen von Halil Eser und Francesco Catalano, doch diesmal war der Weilimdorfer besser vorbereitet. Die erste Runde ging an Halil, danach holte sich der Gast die Runden knapp (PN 1:3, 4:3).
Im Bantamgewicht verlor Stefan Stiber seine Runden gegen Sebastian Jäger, der seine Mannschaft damit erstmals in Führung brachte (PN 0:3, 4:6).
Einen tollen Kampf für das Publikum bot Behar Rohleder gegen Andreas Wiedemann, der gegen den erfahrenen Weilimdorfer überhaupt kein Land sah. Durch drei blitzsaubere Runden, die jeweils mit 6:0 an Behar gingen, stand die technische Überlegenheit fest (TÜS 4:0, 8:6).
Doch der Weilimdorfer Top-Scorer Tomasz Kierpiec konnte diese Quote sogar noch überbieten, Er gewann sensationell mit 25:1 Punkten (TÜS 4:0, 12:6) und zeigte dabei spektakuläre Überwürfe. Er führt damit auch die Bestenliste der Verbandliga an, eine ausgezeichnete Saison für den Polen im Dienste der SGW.
Nach der Pause holte Publikumsliebling Stefan Vogt einen ungefährdeten Punktsieg gegen den etwas passiven Julian Fauth heraus (PS 3:0, 15:6).
Eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Hinkampf zeigte auch Feim Gashi gegen Martin Maurer, der den Weilimdorfer in der Hinrunde noch besiegen konnte. Diesmal hatte Feim dagegen alles im Griff, lediglich die dritte Runde musste er abgeben (PS 3:1, 18:7).
Im Mittelgewicht bis 84 kg hatte Michael Berner in der ersten Runde Pech gegen Tobias Kuhn, der Schiedsrichter verweigerte ihm durch eine unverständliche Wertung den Rundensieg. In Runde zwei und drei konnte Michael dagegen keine Wertung mehr erzielen und verlor so nach Punkten (PN 0:3, 18:10).
Zu diesem Zeitpunkt war das Unentschieden also schon sicher und Kevin Strecker wollte gegen Torsten Oppold alles klar machen. Zu Beginn schien dies auch zu gelingen, die erste Runde ging klar an den Weilimdorfer, doch in Runde zwei wurde er auf die Schultern gezwungen (SN 0:4, 18:14).
Nun hing es an Stephan Pfaffinger den Sack für die SGW endgültig zu zumachen. Dies gelang ihm gegen Alexander Esslinger auch in souveräner Weise. Nach zwei gewonnenen Runden, zündete er in Runde drei noch mal den Turbo und fegte seinen Gegner förmlich von der Matte, was ihm die volle Punktzahl durch technische Überlegenheit einbrachte (TÜS 4:0, 22:14).
Auch die zweite Mannschaft stand schon vor der letzten Begegnung als Meister fest, doch auch sie gaben in ihrem letzten Saisonauftritt noch mal alles und besiegten die KVA Remseck II verdient mit 31:24.
Für die SGW traten an: Vadim Kozanov, Philipp Ilzhöfer, Kevin Fauser, Daniel „der Blitz“ Vogt, Björn Hinrichsen, Giovanni Simone, Hamdan Iflazoglu und Max Hubl. Glückwunsch an die Reservetruppe, eine tolle Saison mit dem Meistertitel und dem Aufstieg als Krönung!
Die gesamte Ringerabteilung bedankt sich bei den treuen Fans für die Unterstützung und hofft auf ebenso zahlreiche Zuschauer in der kommenden schweren Oberliga-Saison!


